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Aus drei mach eins: Neuer Hochbehälter versorgt Bruchhausen und Elleringhausen

<b>Foto oben:</b> Michael Sommer (li.) und Frank Behrendt vor den Speicherkammern des neuen Hochbehälters Kapellenweg in Bruchhausen. <br /><b>Foto unten:</b> Am Istenberg entsteht oberhalb von Bruchhausen zurzeit der neue Hochbehälter Kapellenweg. Bildnachweis: Hochsauerlandwasser GmbH

Bruchhausen. Versteckt liegt die Baustelle oberhalb einer Bruchsteinmauer am Kapellenweg hoch über Bruchhausen. Ab 2010 erhalten die Einwohnerinnen und Einwohner von Bruchhausen und Elleringhausen von hier aus ihr „Lebensmittel Nr. 1“ – Trinkwasser.

 

Der heimische Trinkwasserversorger Hochsauerlandwasser GmbH (HSW) baut zurzeit am Istenberg den neuen Hochbehälter „Kapellenweg“. Er wird künftig gleich drei „Vorgänger“ ersetzen – in Bruchhausen die Hochbehälter „Kapellenweg (alt)“ und „Istenberg“, in Elleringhausen den Hochbehälter „Schörenberg“. „Diese drei Versorgungseinrichtungen sind stark  sanierungsbedürftig“, erläutert Michael Sommer, Technischer Betriebsleiter der Hochsauerlandwasser GmbH, „der Neubau eines zentralen Hochbehälters ist da deutlich wirtschaftlicher.“ Zumal durch das Prinzip „Aus drei mach eins“ auch dauerhaft die Unterhaltungskosten sinken – und das bedeutet weniger Ausgaben, die dann auf die Kunden umgelegt werden müssen.

 

Im September 2008 starteten die Ausschachtungsarbeiten für den neuen Hochbehälter; bis Mitte Dezember konnten Wände und Decken aus Beton-Fertigelementen aufgestellt werden. Im Frühjahr schließlich wurden die beiden Wasserkammern, das „Herzstück“ des neuen Hochbehälters, auf Dichtigkeit überprüft. Die zwei Kammern fassen zusammen 900 Kubikmeter des „Lebensmittels Nr. 1“ – bei einem durchschnittlichen Tagesbedarf von rund 350 Kubikmetern für Bruchhausen und Elleringhausen sei man – inklusive Löschwasserreserve – „für alle Eventualitäten gerüstet“, so Wassermeister Frank Behrendt.

 

Gespeist wird der neue Hochbehälter von den nahe gelegenen Raken- und Oelenquellen. „Wie mit einer Drainage“, so erklärt Michael Sommer, wird das Rohwasser aus den Quellen gewonnen und per Rohrleitungen zum Hochbehälter geführt. Während für die 524 Meter über Meeres-Niveau gelegenen Rakenquellen das natürliche Gefälle genutzt werden kann, muss das Wasser der 40 Meter tiefer gelegenen Oelenquelle per Druckerhöhung zum Hochbehälter gepumpt werden. „Hier wird das komplette Wasser dann entsäuert und desinfiziert“, erläutert Michael Sommer.  Während das Trinkwasser für Bruchhausen und Elleringhausen bislang chemisch entsäuert wurde, gibt es in dem neuen Hochbehälter nun eine Platz sparende und wartungsarme Entsäuerungsanlage mit Lufteinperlung. Der Betrieb des Hochbehälters kann per Mess-, Steuer- und Regeltechnik direkt von der HSW-Leitzentrale im Baubetriebshof in Bigge überwacht und gesteuert werden.

 

Die Versorgung von Elleringhausen erfolgt über die Verbindungsleitung Bruchhausen – Olsberg. „In der Regel reicht das Wasserangebot der Raken- und Oelenquelle aus, um auch Wasser in die Kernstadt weiterleiten zu können“, so Sommer. Der Vorteil: „Die Leitung kann auch umgekehrt genutzt werden“ – selbst im „Falle eines Falles“ würde man in Bruchhausen und Elleringhausen nicht „auf dem Trockenen sitzen“, weil dann Trinkwasser aus Olsberg zurückgepumpt werden kann. Um den Höhenunterschied zu bewältigen, baut die HSW eigens eine Pumpstation im Hochbehälter Langer Berg ein. „Mehr Betriebssicherheit, aber auch eine Qualitätsverbesserung“, fasst Wassermeister Frank Behrendt zusammen.

 

Insgesamt eine knappe Million Euro investiert die Hochsauerlandwasser GmbH in den neuen Hochbehälter. Für das Frühjahr 2010 steht die Inbetriebnahme an. Verbesserte Qualität, neue Entsäuerung und mehr Wirtschaftlichkeit sieht Robert Dietrich, Technischer HSW-Geschäftsführer in dem Projekt: „Für den Versorgungsbereich Olsberg ist das ein großer Schritt in der Modernisierung der Wasserversorgung.“

 

 

Für Rückfragen:
Jörg Fröhling
Gemeinsame Pressestelle der Hochsauerlandwasser GmbH, der Gemeinde Bestwig sowie der Städte Meschede und Olsberg
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Tel. 02904/987-121