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Trinkwasser gesundheitlich unbedenklich

Austausch von Aktivkohle verursachte Geruchs- und Geschmacksveränderung

Vorarbeiter Ralf Wegener zeigt im Wasserwerk Mengesohl Aktivkohle. 18 Tonnen dieser kleinen schwarzen Krümel filtern in jedem der beiden großen Filter das Trinkwasser. Bild: HSW

2009 wurden die riesigen Aktivkohlefilter im Wasserwerk Mengesohl eingebaut. Bild: HSW

Meschede. Es roch und schmeckte ungewöhnlich, war aber gesundheitlich völlig unbedenklich: Der Austausch von Aktivkohle war schuld an den Veränderungen, die zahlreiche Kunden des heimischen Trinkwasserversorgers Hochsauerlandwasser GmbH (HSW) am Wochenende insbesondere in der Mescheder Kernstadt, in Heinrichsthal, Wehrstapel und Eversberg feststellten.

Bei der Trinkwasseraufbereitung setzt die HSW seit 2010 auch Aktivkohle ein, um das Wasser zu filtern. Alle drei Jahre etwa müssen die kleinen Aktivkohlekörner reaktiviert werden. Diesmal war das im Wasserwerk Mengesohl nötig, in dem jeweils 18 Tonnen Aktivkohle in zwei Filtern im Einsatz ist. Dazu wird die Aktivkohle aus den großen blauen Filtern herausgenommen und zu einer Spezialfirma transportiert. In einem Drehrohrofen wird die Kohle erhitzt, bis die Stoffe, die sie aus dem Wasser gefiltert hat, verglühen. Die Kohlemenge wird mit Frischkohle wieder aufgefüllt, zurück nach Meschede gefahren und dort in die Filter gefüllt und gespült. Anschließend gehen die Filter wieder in Betrieb.

Durch die Sicherheitsdesinfektion mit Chlordioxid im Wasserwerk Mengesohl kam es zu einer Reaktion mit leicht flüchtigen Stoffen aus der reaktivierten Aktivkohle. Dies führte zur Veränderung von Geruch und Geschmack des Trinkwassers.

„Das Wasser war und ist gesundheitlich völlig unbedenklich“, betont Robert Dietrich, technischer Geschäftsführer der HSW. Seine Familie war zu Hause auch betroffen – das sonst selbst hergestellte Sprudelwasser – also Trinkwasser mit Kohlensäure versetzt – schmeckte und roch in den letzten Tagen nicht wirklich lecker. Kaffee und Cappuccino dagegen schmeckten unverändert.

Die HSW bedauert die Situation und die Verunsicherung ihrer Kunden, die sich per Telefon erkundigten, ob das Wasser weiterhin trinkbar sei. Am Montag war bereits kaum noch eine Beeinträchtigung festzustellen.

In solchen Fällen läuft ebenso wie bei größeren Rohrbrüchen ein Ticker auf der Homepage der HSW unter www.hochsauerlandwasser.de. Dort gibt es jeweils die wichtigsten Informationen.

 

 

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Für Rückfragen:

Angelika Beuter
Gemeinsame Pressestelle der Hochsauerlandwasser GmbH, der Gemeinde Bestwig sowie der Städte Meschede und Olsberg
Tel. mobil 0151/65830663
E-Mail A.Beuter@hochsauerlandwasser.de