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„Mini-Wasserwerk“ unter „der Lupe“

Hochsauerlandwasser GmbH öffnet Hochbehälter Helmeringhausen

Trinkwasserversorgung im Blick: HSW-Mitarbeiter Herbert Schmidt (re.) stellt den Besuchern aus Helmeringhausen den Hochbehälter vor. Bildnachweis: Hochsauerlandwasser GmbH

Helmeringhausen. Von hier aus bietet sich nicht nur ein atemberaubender Blick über Helmeringhausen und das Olsberger Stadtgebiet - der Hochbehälter „In der Schlink“ oberhalb des „schönsten Fleckchens am Ende der Welt“ versorgt die Bürgerinnen und Bürger von Helmeringhausen und Teilen von Bigge bereits seit Jahrzehnten mit dem „Lebensmittel Nr. 1“. Jetzt konnten die Helmeringhauser einen Blick hinter die Mauern ihres „Mini-Wasserwerks“ werfen: Auf Einladung der CDU-Ortsunion öffnete das Team des heimischen Trinkwasserversorgers Hochsauerlandwasser GmbH die Pforten des Hochbehälters.

Rund 40 interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung von Ratsmitglied Dirk Boriess und Ortsvorsteher Heinz Potthoff. Robert Dietrich, Technischer Geschäftsführer der HSW, sowie Herbert Schmidt, zuständig für Rohrnetzbau und Gebäudeunterhaltung, informierten die Besucher über Hintergründe und Abläufe bei der Trinkwasserversorgung in Helmeringhausen und dem Olsberger Stadtgebiet.

200 Kubikmeter des „Lebensmittels Nr. 1“ fassen die beiden Kammern des Hochbehälters, den das damalige Wasserwerk der Stadt Olsberg im Jahr 1978 nach 16-monatiger Bauzeit in Betrieb genommen hatte. 325.000 DM hatte das Wasserwerk damals in das Gebäude investiert. Aktuell stellt die HSW hier jährlich rund 70.000 Kubikmeter Trinkwasser zur Verfügung - rund 57.000 Kubikmeter davon werden nach Bigge ins Versorgungsnetz abgegeben. Etwa 12.000 Kubikmeter Trinkwasser verbleiben in Helmeringhausen. „Ausgehend von rund 280 Einwohnern ergibt sich damit ein durchschnittlicher Verbrauch von rund 117 Litern pro Einwohner und Tag“, so Herbert Schmidt.

Das Rohwasser stammt aus den Gewinnungen „Stollen“ und „Bangische Quelle“. Im Hochbehälter erfolgt zunächst eine Entsäuerung mittels Soda, mit der der pH-Wert des Wassers angehoben wird. Anschließend wird das Wasser mit Chlorbleichlauge desinfiziert. Hier, so Herbert Schmidt, setze die HSW auf eine möglichst geringe Dosierung: Laut Trinkwasserverordnung soll der Wert des freien - messbaren - Chlors zwischen 0,10 Milligramm und 0,30 Milligramm pro Liter betragen - „der angestrebte Wert im Ablauf des Hochbehälters liegt bei 0,15 Milligramm je Liter.“

Insgesamt betreibt die Hochsauerlandwasser GmbH im Versorgungsbereich Olsberg neun Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von rund 7.170 Kubikmetern. Die Länge der Versorgungs- und Transportleitungen beträgt rund 191 Kilometer - „dazu kommen noch einmal insgesamt 69 Kilometer Hausanschlussleitungen“, so Robert Dietrich. Die Wassergewinnung erfolgt über acht Quellen sowie den Tiefbrunnen Schellenstein in Bigge. Rund 800.000 Kubikmeter des „Lebensmittels Nr. 1“ stellt die HSW im Versorgungsbereich Olsberg zur Verfügung - durchschnittlich 2.200 Kubikmeter pro Tag.

Helmeringhausens Ortsvorsteher Dirk Potthoff dankte HSW-Geschäftsführer Robert Dietrich für die Möglichkeit, den heimischen Hochbehälter „unter die Lupe“ nehmen zu können. Auch für Schulen, Vereine oder andere Gruppen gibt es die Möglichkeit, nach Absprache Anlagen der Hochsauerlandwasser GmbH zu besichtigen. Weitere Informationen gibt es unter 0291/99200 oder unter www.hochsauerlandwasser.de im Internet.


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Für Rückfragen:
Jörg Fröhling
Gemeinsame Pressestelle der Hochsauerlandwasser GmbH, der Gemeinde Bestwig sowie der Städte Meschede und Olsberg
Tel. mobil 0160/7470451
Tel. 02904/71280-19