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HSW: Aus dem Grund- wird ein Systempreis

Statt Zählergröße ist künftig Zahl der Wohneinheiten maßgeblich

HSW-Mitarbeiterin Kristin Doste präsentiert die Informations-Broschüren zum Systempreis

Meschede/Olsberg/Bestwig. Aus dem Grund- wird ein Systempreis: Der heimische Trinkwasserversorger Hochsauerlandwasser GmbH (HSW) stellt zum 1. Januar 2014 sein Preissystem um.  Maßgeblich ist dann in Wohngebäuden nicht mehr die Größe des Trinkwasserzählers, sondern die Zahl der Wohneinheiten. Unverändert bleibt dagegen der Verbrauchspreis: Der Kubikmeter Trinkwasser kostet auch im Jahr 2014 für HSW-Kunden 1,26 Euro.

Diese Beschlüsse hat jetzt einstimmig der Aufsichtsrat des heimischen Trinkwasserversorgers gefasst, der sich aus Vertretern der drei Gesellschafterkommunen Meschede, Olsberg und Bestwig zusammensetzt. Mit der Einführung des Systempreises gleicht die HSW zudem die bislang unterschiedlichen Grundpreise in den drei Kommunen an. Für Gebäude mit einer Wohneinheit zahlen HSW-Kunden künftig einen Systempreis von 128,40 Euro; besteht das Gebäude aus zwei Wohneinheiten, werden 174,41 Euro fällig. Für drei Wohneinheiten beträgt der Systempreis pro versorgtem Gebäude 179,33 Euro. Dabei gilt: Je mehr Wohneinheiten in einem Gebäude, umso niedriger der Preis pro einzelner Wohneinheit. Für gewerbliche und andere Kunden richtet sich der Systempreis nicht nach der Zahl der Wohneinheiten. Hier gilt eine Staffelung von sieben Tarifklassen, die sich an der Trinkwasserabnahme orientieren. Gebäude, die gemischt genutzt werden, sind entweder als Wohn- oder als Gewerbeimmobilie eingeordnet - je nachdem, welche Nutzung überwiegt.

Hintergrund: Mit der Umstellung auf den Systempreis stellt sich die HSW dem demographischen Wandel - denn weniger Menschen bedeuten auch weniger Trinkwasserverbrauch. Allerdings: „Trotz geringerer Nachfrage lassen sich Leitungsnetze nicht einfach verkleinern oder Wasserwerke schließen, um Kosten zu senken - schließlich müssen wir eine flächendeckende Versorgung sicherstellen“, so Robert Dietrich, Technischer HSW-Geschäftsführer. Ziel der HSW ist es, ihre Kunden weiter zu einem fairen Preis versorgen zu können. „Dazu zählt für uns die Verursachergerechtigkeit“, erläutert Christoph Rosenau, Kaufmännischer Geschäftsführer des heimischen Versorgers: „Feste Kosten, die zum Beispiel für Aufbereitungsanlagen und das Verteilnetz entstehen, sollen stärker auch als feste Bestandteile im Trinkwasserpreis berücksichtigt werden.“

In der bisherigen Preisgestaltung lag der Schwerpunkt beim Verbrauchspreis - also bei der verbrauchten Menge. „Die HSW passt nun die Preisstruktur dieser Kostenstruktur an“, so der Olsberger Bürgermeister Wolfgang Fischer, gleichzeitig aktueller Aufsichtsratsvorsitzender des Trinkwasserversorgers. Wichtig: „Mit der Umstellung auf das neue Systempreismodell erzielt die HSW keine Mehrerlöse, obwohl sie bei der Trinkwasserversorgung durch immer höhere Qualitätsanforderungen und steigende Energiekosten einem zunehmenden Kostendruck ausgesetzt ist“, ergänzt Bestwigs Bürgermeister Ralf Péus: „Ziel ist es, sich vernünftig für die Zukunft aufzustellen.“.

Der Systempreis ist dabei ein Beitrag zur Kosten-Fairness: Falls der jetzt abgelöste Zähler-Maßstab weiter gültig bleiben würde, müssten Einfamilienhäuser künftig preislich genauso behandelt werden wie Zehnfamilienhäuser. Denn nach den neuesten technischen Richtlinien dürfen jetzt auch Gebäude mit bis zu 30 Wohneinheiten von einem Zähler mit der Größe Qn 2,5 versorgt werden. Gerade kleinere Eigenheime, wie sie im Sauerland sehr verbreitet sind, würden bei so einem Modell schlechter gestellt, betont Meschedes Bürgermeister Uli Hess: „Mit einem Systempreis, der auf Wohneinheiten basiert, wird diese Gerechtigkeitslücke beseitigt.“

Über den neuen Systempreis informiert die HSW ihre Kundinnen und Kunden gemeinsam mit der Jahresverbrauchsabrechnung im Januar 2014. Schon jetzt finden Interessierte Informationen unter www.hochsauerlandwasser.de im Internet oder in einer Broschüre, die im Kundencenter im Bestwiger Rathaus, im Kundenservicebüro Olsberg, im Betriebs- und Verwaltungsgebäude im Gewerbegebiet Meschede-Enste sowie in den drei Rathäusern in Meschede, Olsberg und Bestwig ausliegt.

 

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Für Rückfragen:
Jörg Fröhling
Gemeinsame Pressestelle der Hochsauerlandwasser GmbH, der Gemeinde Bestwig sowie der Städte Meschede und Olsberg
Tel. mobil 0160/7470451